Messwert-Ratgeber · Partikel

PM0.5, PM1, PM2.5, PM4 und PM10: Was bedeuten die Werte?

Ein praktischer Ratgeber zu PM0.5, PM1, PM2.5, PM4 und PM10: Partikelanzahl, Masse, typische Muster und sinnvolle Reaktionen in Innenräumen.

Du brätst etwas, die Partikelkurve steigt, und die Luft sieht weiterhin vollkommen klar aus. Später schüttelt jemand eine staubige Decke aus, und ein anderer Teil der Kurve bewegt sich. Derselbe Raum, verschiedene Partikel, mehrere Zahlen und eine berechtigte Frage: Welchen Wert soll ich beobachten?

Die Antwort lautet nicht einfach „immer die kleinste Zahl“. Die PM-Kanäle beschreiben überlappende Partikelgrößenbereiche und verwenden nicht alle dieselbe Einheit.

Die kurze Antwort

Die PM-Bezeichnungen sind ineinanderliegende Größenfraktionen, keine getrennten Schadstoffe.

PM steht für Particulate Matter: winzige feste Partikel und Flüssigkeitströpfchen in der Luft. PM2.5 enthält die kleineren Partikel aus PM1, und PM10 enthält auch die feineren Fraktionen. Addiere die Massenwerte deshalb nicht.

Aura AQ zeigt PM0.5 als Partikelanzahl in #/cm³. PM1, PM2.5, PM4 und PM10 sind geschätzte Massenkonzentrationen in µg/m³. Diese Einheiten beantworten verschiedene Fragen und lassen sich nicht zu einem gemeinsamen Wert verrechnen.

Ein leichter Dunst steigt aus einer Pfanne unter einer Dunstabzugshaube auf
Schon normales Kochen kann ein starkes Signal feiner Partikel erzeugen, bevor die Luft sichtbar rauchig wirkt.

Eine Partikelfamilie, fünf nützliche Ansichten

Die US EPA beschreibt Particulate Matter als Mischung aus festen Partikeln und Flüssigkeitströpfchen in der Luft. Dazu können Ruß, Rauch, Staub, Salz, organisches Material und vieles mehr gehören. PM ist kein einzelner chemischer Stoff, und ein Messwert kann nicht zeigen, woraus ein Partikel besteht.

Die Größenangaben beziehen sich auf den aerodynamischen Durchmesser. Vereinfacht gesagt ist das die Größe eines gedachten Standardpartikels, das sich in der Luft gleich verhält. Form und Dichte spielen dabei eine Rolle. Ein lockeres Fragment und eine kompakte Kugel können denselben aerodynamischen Durchmesser haben, obwohl sie unter dem Mikroskop unterschiedlich aussehen.

KanalDarstellung in Aura AQPraktischer Nutzen
PM0.5Erfasste Anzahl kleiner Partikel, angegeben in Partikeln pro Kubikzentimeter.Veränderungen bei submikronen Partikeln erkennen. Das ist nicht dasselbe wie eine Messung ultrafeiner Partikel.
PM1Geschätzte Masse innerhalb der PM1-Fraktion.Feine Aerosole aus Quellen wie Rauch oder Kochen verfolgen.
PM2.5Geschätzte Masse innerhalb der PM2.5-Fraktion.Die am häufigsten verwendete Referenz für feine Partikel in Gesundheits- und Außenluftprogrammen. Die WHO veröffentlicht Leitwerte für PM2.5.
PM4Geschätzte Masse innerhalb der PM4-Fraktion.Zusätzlicher Kontext zwischen feinen und groben Partikeln. PM4 ähnelt grob der arbeitsmedizinischen alveolengängigen Fraktion, ist aber kein Grenzwert für Wohnräume.
PM10Geschätzte Masse innerhalb der PM10-Fraktion.Die feine Fraktion zusammen mit mehr grobem Material erkennen, etwa aufgewirbeltem Staub und einigen biologischen Partikeln. Die WHO veröffentlicht Leitwerte für PM10.

Die Grenzen sind Messkonventionen, keine winzigen Tore, die jedes Partikel perfekt sortieren. Ein kompakter optischer Monitor schätzt die einzelnen Fraktionen, statt Partikel physisch zu sammeln und zu wiegen.

Eine häufige Verwechslung ist wichtig: PM0.5 ist kein anderer Name für ultrafeine Partikel. Die EPA beschreibt ultrafeine Partikel im Allgemeinen als kleiner als 0,1 µm. PM0.5 deckt einen deutlich größeren Bereich ab und ersetzt kein spezielles Messgerät für ultrafeine Partikel.

Fünf ineinanderliegende Partikelgrößenbereiche von PM0.5 bis PM10, wobei jeder größere Bereich die kleineren enthält
PM10 enthält die darin dargestellten feineren Fraktionen. Die Kreise erklären die Überlappung der Grenzbereiche, nicht ihre exakten Größenverhältnisse. Selbst der PM10-Grenzbereich ist deutlich schmaler als ein typisches menschliches Haar.

Partikelanzahl und Masse erzählen nicht dieselbe Geschichte

PM0.5 beantwortet ungefähr die Frage: „Wie viele sehr kleine Partikel werden erkannt?“ Die Massenkanäle beantworten dagegen: „Wie viel geschätzte Partikelmasse liegt innerhalb dieser Größenfraktion?“

Dieser Unterschied ist wichtig, weil die Partikelmasse mit der dritten Potenz des Durchmessers wächst. Bei zwei kugelförmigen Partikeln gleicher Dichte besitzt ein Partikel mit 10 µm ungefähr die Masse von 1.000 Partikeln mit 1 µm. Ein Partikel mit 1 µm besitzt wiederum ungefähr die Masse von 1.000 Partikeln mit 0,1 µm.

Ein Raum kann deshalb sehr viele winzige Partikel enthalten, während der Massenwert mäßig bleibt. Schon wenige grobe Partikel können PM10 deutlich verändern, weil jedes einzelne viel mehr Masse beiträgt. Beide Ansichten zeigen unterschiedliche Teile desselben Aerosols.

  • PM0.5 = 1.200 #/cm³ ist eine Partikelanzahl.
  • PM2.5 = 12 µg/m³ ist eine geschätzte Massenkonzentration.
  • Die Zahlen 1.200 und 12 sind nicht vergleichbar und dürfen nicht addiert werden.
Eine dichte Wolke winziger blauer Partikel neben fünf deutlich größeren grünen Partikeln als Vergleich von Anzahl und Masse
Viele winzige Partikel können die Anzahl bestimmen, während wenige größere Partikel deutlich mehr Masse beitragen. Die Illustration vergleicht beide Konzepte, nicht dieselbe Gesamtmasse.

Was dir das Muster verraten kann

Ein einzelner PM-Wert kann keine Quelle identifizieren. Das Verhältnis zwischen den Kanälen ist hilfreicher.

Die PM0.5-Anzahl steigt zuerst

Ein schneller Anstieg kleiner Partikel, gefolgt von einer geringeren Veränderung der PM1- oder PM2.5-Masse, kann bei einem frischen feinen Aerosol auftreten. Kochen, Verbrennung und manche Werkstattprozesse können ein solches Muster erzeugen. Es ist ein Hinweis, keine chemische Identifikation.

PM1 und PM2.5 steigen gemeinsam

Wahrscheinlich bestimmen feine Partikel das Ereignis. Braten, Kerzen, Rauch von draußen sowie manche Druck- oder Werkzeugprozesse können dieses Muster erzeugen. Der Raumkontext ist aussagekräftiger als eine Vermutung anhand der Kurve allein.

PM4 und PM10 steigen stärker

Gröberes Material könnte eine größere Rolle spielen. Gehen auf einem staubigen Boden, Bettenmachen, Schleifen, Fegen oder ein geöffnetes Fenster nahe einer Staubquelle im Freien können größere Partikel wieder aufwirbeln.

Alle Werte bleiben erhöht

Suche nach einer anhaltenden Quelle, langsamer Abreinigung oder belasteter Außenluft, die ins Gebäude gelangt. Vergleiche den Zeitpunkt mit Kochen, Reinigen, Belegung, Lüftung und verlässlichen lokalen Außenluftdaten.

Der Monitor kann Ruß nicht von Öltröpfchen unterscheiden und gewöhnlich aussehenden Staub nicht als ungefährlich oder bedenklich einstufen. Ist die Quelle unbekannt, ungewöhnlich oder arbeitsbedingt, untersuche die Tätigkeit, statt aus fünf Zahlen auf die Chemie zu schließen.

Drei beispielhafte Partikelkurven: eine scharfe Spitze beim Kochen, wiederholte Spitzen beim Reinigen und ein breiter Anstieg durch Außenluft
Beispielhafte Muster, keine gemessenen Werte. Form und Zeitpunkt können helfen, die Quelle einzugrenzen. Eine Partikelkurve kann das Material jedoch nicht bestimmen.

Welcher Wert ist für die Gesundheit am wichtigsten?

Darauf gibt es keine seriöse Antwort mit nur einem Wort. Die Partikelgröße beeinflusst, wie tief Partikel in die Atemwege gelangen können. Entscheidend sind außerdem ihre Zusammensetzung, die Menge und die Dauer der Exposition.

Die US EPA weist darauf hin, dass feine Partikel tief in die Lunge gelangen und einige in den Blutkreislauf übertreten können. Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen, Kinder und ältere Personen können empfindlicher reagieren. Ein Verbrauchermonitor kann aus einer einzelnen Spitze keine medizinische Diagnose ableiten und einen Raum nicht für sicher erklären.

Für PM2.5 und PM10 gibt es die klarsten öffentlichen Empfehlungen, weil beide Fraktionen in bevölkerungsbezogenen Luftqualitätsprogrammen verbreitet gemessen werden. Die WHO-Luftgüteleitlinien von 2021 empfehlen:

FraktionJahresmittel24-Stunden-Mittel
PM2.55 µg/m³15 µg/m³
PM1015 µg/m³45 µg/m³

Diese Werte sind Leitlinien für die Außenluft und beziehen sich auf Jahres- beziehungsweise 24-Stunden-Expositionen. Sie sind keine unmittelbaren Alarmgrenzen für Innenräume. Eine zehnminütige Spitze beim Kochen ist nicht mit einer über Wochen belasteten Umgebung gleichzusetzen, auch wenn ein einzelner Messpunkt denselben Wert zeigt.

Für PM0.5, PM1 und PM4 veröffentlicht die WHO keine entsprechenden Leitwerte. Das macht diese Fraktionen nicht harmlos. Es bedeutet, dass wir keinen Gesundheitsgrenzwert erfinden sollten, wo keine maßgebliche Stelle einen festgelegt hat.

Wie ein optischer PM-Sensor unsichtbare Partikel misst

Kompakte PM-Sensoren sammeln und wiegen nicht jedes Partikel. Sie führen Luft durch eine optische Kammer, beleuchten den Luftstrom und messen das Streulicht. Ein Algorithmus schätzt daraus Partikelgrößenverteilung und Masse.

Diese Methode eignet sich gut für kontinuierliche Raumtrends, hat aber Grenzen:

  • Partikel mit unterschiedlicher Form, Farbe und Zusammensetzung streuen Licht verschieden;
  • hohe Luftfeuchtigkeit sowie Tröpfchen aus Dampf oder manchen Luftbefeuchtern können die Werte beeinflussen;
  • Verschmutzung im optischen Pfad kann zu Drift führen;
  • die Umrechnung von gestreutem Licht in Masse beruht auf einem Partikelmodell;
  • zwei Monitormodelle können unterschiedliche Zahlen zeigen und dasselbe Ereignis trotzdem deutlich erfassen.

Aura AQ nutzt den Sensirion SEN66 für seine standardmäßigen Partikelkanäle. Sensirion veröffentlicht Massenwerte für PM1, PM2.5, PM4 und PM10. Das Datenblatt erklärt außerdem, dass PM4 und PM10 aus der gemessenen Verteilung berechnet werden. Die letzte Nachkommastelle sollte deshalb nicht als Laborwert behandelt werden.

Nutze den Monitor unter wiederholbaren Bedingungen: derselbe Raum, dieselbe Position und Veränderungen im Zeitverlauf. Für behördliche, arbeitsmedizinische oder rechtliche Nachweise brauchst du die vorgeschriebene Probenahme und ein dafür kalibriertes Messgerät.

Was du bei steigenden Partikelwerten tun kannst

Beginne bei der Quelle. Ein Luftreiniger hilft, sollte aber keine teure Entschuldigung für vermeidbare Emissionen werden.

  1. Prüfe, was gerade passiert ist. Kochen, eine Kerze, Reinigungsarbeiten, Schleifen, Drucken, ein geöffnetes Fenster oder ein Ereignis draußen können den Zeitpunkt erklären.
  2. Stoppe oder begrenze die Quelle, wenn möglich. Setze Deckel auf Töpfe, beende eine Verbrennung, schließe die Werkstatteinhausung oder verlege eine staubige Arbeit nach draußen.
  3. Nutze eine Absaugung direkt an der Quelle. Eine nach draußen geführte Dunstabzugshaube oder eine lokale Werkstattabsaugung ist meist wirksamer, als anschließend den ganzen Raum zu reinigen.
  4. Lüfte nur, wenn die Außenluft sauberer ist. Ein Fenster kann bei einem Kochereignis helfen, die Situation bei Waldbrandrauch oder hoher Außenluftbelastung aber verschlechtern.
  5. Nutze einen geeigneten Filter. Ein passend dimensionierter Partikelluftreiniger kann luftgetragene Partikel reduzieren. Er ergänzt die Quellenkontrolle, ersetzt sie aber nicht.
  6. Beobachte, wie die Kurve fällt. Eine sinkende Kurve zeigt, dass Lüftung, Absaugung oder Filterung wirken. Eine flache hohe Linie deutet auf eine anhaltende Quelle oder eine langsame Abreinigung des Raums hin.

Für ein sicheres kleines Experiment genügt eine Tätigkeit, die ohnehin regelmäßig stattfindet. Markiere Beginn und Ende des Kochens. Bereite dasselbe Gericht an einem anderen Tag erneut zu und schalte die Absaugung diesmal von Anfang an ein. Aus den beiden Kurven lernst du mehr als aus einem universellen Farbbalken.

Wo der Monitor stehen sollte

Für einen repräsentativen Raumwert gehört der Monitor in den genutzten Bereich und braucht freie Luft um seinen Einlass. Stelle ihn nicht direkt neben:

  • einem Kochfeld, einer Kerze, einem Drucker, einem Lasercutter oder einem Schleifplatz;
  • einem geöffneten Fenster, einer Außentür oder einer Zuluftöffnung;
  • einer Dusche, einem Wasserkocher, einem Ultraschall-Luftbefeuchter oder einer anderen Tröpfchenquelle;
  • dem Boden, einem staubigen Regal oder einer Stelle, die häufig bewegt oder gereinigt wird.

Eine Position direkt an der Quelle ist sinnvoll, wenn du diese Quelle bewusst untersuchst. Für das normale Bild des Raums ist sie ungeeignet. Entscheide vor dem Umstellen, welche Frage du beantworten möchtest.

Lass den Monitor lange genug an derselben Stelle, damit ein Ausgangsmuster entsteht. Sonst misst du am Ende vor allem deine eigenen Positionswechsel.

Aura AQ Partikelmonitor auf einem Beistelltisch im Homeoffice, mit Abstand zu direkter Luftströmung und Emissionsquellen
Eine repräsentative Position beschreibt den genutzten Raum, ohne direkt in einer Emissionsfahne oder gestörten Luftströmung zu stehen.

Die nützliche Gewohnheit: Lies das Ereignis, nicht nur eine Kachel

Wenn PM steigt, stelle vier Fragen:

  1. Welche Kanäle bewegten sich zuerst und welche am stärksten?
  2. Was hat sich zu diesem Zeitpunkt im Raum verändert?
  3. Endete das Ereignis, als die Tätigkeit aufhörte?
  4. Welche Maßnahme ließ die Kurve am schnellsten fallen?

So werden fünf zunächst verwirrende Bezeichnungen zu einer praktischen Rückmeldung. Das kleinste Partikel ist nicht automatisch der einzige wichtige Wert, und die größte angezeigte Zahl bedeutet nicht automatisch das größte Risiko. Lies Einheit, Muster, Dauer und Raumkontext gemeinsam.

Die einzelnen Partikelfraktionen genauer ansehen

Dieser Ratgeber liefert die gemeinsame Grundlage. Weitere Ratgeber werden genauer zeigen, was jeder Kanal verraten kann, wo die Aussage unsicher wird und welche Ereignisse in Innenräumen sich sinnvoll untersuchen lassen.

Geplanter RatgeberZentrale FrageStatus
Mehr über PM0.5Kleine Partikel zählen, ohne den Wert mit einer Messung ultrafeiner Partikel zu verwechselnGeplant
Mehr über PM1Feine Aerosole in Innenräumen durch Kochen, Rauch und WerkstattarbeitenGeplant
Mehr über PM2.5Gesundheitliche Orientierung, Expositionsdauer und sinnvolle Reaktionen in InnenräumenGeplant
Mehr über PM4Was die alveolengängige Konvention bedeutet und wo sie nützlich istGeplant
Mehr über PM10Grober Staub, Wiederaufwirbelung und die Grenzen eines einzelnen RaumsensorsGeplant

Jeder Titel wird verlinkt, sobald der vollständige und quellengeprüfte Ratgeber veröffentlicht ist.

Kurze Antworten

Häufig gestellte Fragen

Enthält PM2.5 auch PM1?

Ja. Die Fraktionen überlappen sich. Die in PM1 erfassten Partikel gehören auch zur breiteren PM2.5-Fraktion. Addiere die Massenwerte deshalb nicht.

Warum wird PM0.5 als Anzahl angezeigt, während die anderen Werte µg/m³ verwenden?

Sehr kleine Partikel können zahlreich sein und trotzdem wenig Masse beitragen. Die Anzahl macht diese Aktivität sichtbar. PM1, PM2.5, PM4 und PM10 werden üblicherweise als geschätzte Massenkonzentrationen angegeben.

Ist PM0.5 dasselbe wie ultrafeine Partikel?

Nein. Die EPA beschreibt ultrafeine Partikel im Allgemeinen als kleiner als 0,1 Mikrometer. PM0.5 deckt einen breiteren submikronen Bereich ab, und ein optischer Verbrauchersensor ist kein spezieller Zähler für ultrafeine Partikel.

Ist PM4 ein Sicherheitsgrenzwert für meine Wohnung?

Nein. PM4 ähnelt grob der arbeitsmedizinischen alveolengängigen Fraktion. Daraus entsteht jedoch keine Grenze zwischen sicher und unsicher für Wohnräume. Die WHO veröffentlicht Leitwerte für PM2.5 und PM10, nicht für PM4.

Warum erzeugt Kochen so viel PM2.5?

Beim Erhitzen von Öl und Lebensmitteln können feine Tröpfchen und Partikel entstehen. Die Menge hängt vom Lebensmittel, vom Öl, von der Temperatur, vom Gerät und von der Absaugung ab. Zeitpunkt und Abklingkurve helfen dir zu prüfen, ob die lokale Lüftung funktioniert.

Kann ein Luftbefeuchter eine Partikelspitze verursachen?

Ja, besonders ein Ultraschall-Luftbefeuchter mit mineralhaltigem Wasser. Tröpfchen und getrocknete Mineralien können Licht im optischen Sensor streuen. Prüfe Luftfeuchtigkeit, Gerätetyp und Zeitpunkt, bevor du den Wert als Rauch deutest.

Senkt ein HEPA-Luftreiniger die PM-Werte?

Ein passend dimensionierter und betriebener Partikelfilter kann luftgetragene Partikel reduzieren. Das Ergebnis hängt von Luftstrom, Filterzustand, Raummischung und einer eventuell weiter aktiven Quelle ab. Quellenkontrolle und Absaugung kommen meist zuerst.

Kann Aura AQ genau erkennen, um welche Partikel es sich handelt?

Nein. Aura AQ misst optisches Verhalten und schätzt Größenfraktionen, bestimmt aber keine chemische Zusammensetzung. Bei verdächtigen Belastungen am Arbeitsplatz oder aus einem Prozess brauchst du die passende professionelle Probenahme.

Quellen und weiterführende Literatur

Dieser Ratgeber wurde anhand von Primärquellen und maßgeblichen Fachstellen geprüft. Die Links wurden am 1. August 2026 abgerufen.

  1. World Health Organization: Global air quality guidelines (2021)
  2. US EPA: Indoor Particulate Matter
  3. US EPA: Sources of Indoor Particulate Matter
  4. US EPA: What is Particle Pollution?
  5. US EPA: Frequent Questions About Air Sensors
  6. US EPA: Guide to Air Cleaners in the Home
  7. NIOSH: Factors Affecting Aerosol Sampling
  8. Sensirion: SEN66 environmental sensing platform
  9. Sensirion: SEN6x datasheet

Nur zur Information. Dieser Ratgeber ist keine medizinische Beratung, keine arbeitsmedizinische Expositionsbewertung und kein Ersatz für vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung oder professionelle Messungen.